*18.04.1934 † 31.08.2018
*18.04.1934   † 31.08.2018

Pressemitteilung

Sängerin und Schauspielerin Jessy Rameik ist tot

Am 31. August 2018 starb in Berlin die Sängerin und Schauspielerin Jessy Rameik. Jessy Rameik war eine der vielseitigsten darstellenden Künstlerinnen der DDR ab der 60er-Jahre und nach der Wende in Gesamtdeutschland.
 

Berlin, 31.08.2018
Große Filme wie z.B. die "Florentiner"-Reihe, "Das siebente Jahr" und "Brandheiß" oder Serienhauptrollen wie die der Kundschafterin Winnie Winkelmann an der Seite von Armin Mueller-Stahl in der Reihe "Das unsichtbare Visier", einigen "Polizeiruf 110"-Folgen und "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" machten Jessy Rameik zu einer populären Künstlerin.

Aber nicht nur in Film und Fernsehen war sie oft zu sehen. Theaterinszenierungen wie z.B. "Der Besuch der alten Damen" am Deutschen Theater Berlin, "Maria Stuart" und "Kiss me Kate" am Theater Görlitz oder "Fisch zu Viert" an der Comödie Dresden gehörten ebenso zu ihren Arbeiten.

Vor allem meisterhafte deutsche und französische Chansoninterpretationen sind mit ihrer Künstlerpersönlichkeit verbunden. Große Tourneen führten sie und ihr musikalisches Ensemble durch ganz Europa. Mit dem Titel "Lied von den Rosen und den Träumen" nahm Jessy Rameik erfolgreich am renommierten Musikfestival in Sopot teil. Schallplattenaufnahmen und CD-Veröffentlichungen folgten.

In zahlreichen Rundfunk-Hörspielen kam ihre unverwechselbare Stimme zum Einsatz und auch als Synchronsprecherin war Jessy Rameik dem deutschen Kino- und Fernsehpublikum bekannt. Ihr Ehemann Hasso Zorn, der im Februar 2016 starb, war einer der bekanntesten deutschen Synchronstimmen.

Das schauspielerische Talent gab Jessy Rameik an ihre Enkel Constantin und Felix von Jascheroff weiter. Constantin ist in der deutschen Filmbranche vor der Kamera sehr erfolgreich, Felix gehört seit vielen Jahren zum Stammcast bei "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten".

Jessy Rameik war zwar eine Gegenstromschwimmerin die ihre sehr eigene, mitunter unbequeme Meinung hatte, nie politisch angepasst, nie in irgend einer Partei oder dergleichen Sinnesvereinigungen. Jessy Rameik verweigerte sich jeglichen Institutionen, war menschlich wie 
künstlerisch eine „Freie“.

(Zum Abdruck freigegeben)
Büro Jessy Rameik
Eckhard Grell-Herrmann

www.jessy-rameik.de